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Hörgerätebatterien: kleine Powerpakete für Ihre Hörhilfe

Ohne Energie macht jedes Hörgerät schlapp. Der Strom für Prozessor und Verstärker moderner Hörgeräte kommt aus einer winzigen Knopfzelle, der Hörgerätebatterie.

Zink plus Luft gleich Strom

Hörgerätebatterien sind heute sogenannte Zink-Luft-Batterien (dafür stehen die Abkürzungen ZL – Zink Luft oder ZA – Zinc Air). Die Knopfzellen sind quecksilberfrei und damit weniger umweltschädlich als die früher für den gleichen Zweck verwendeten Quecksilberoxid-Zink-Batterien. Zink-Luft-Batterien zeichnen sich durch bis fast bis zum Ende ihrer Lebensdauer gleichmässige Leistungsabgabe aus. Das macht sie für den Betrieb analoger und digitaler Hörgeräte so gut geeignet.

Bei Zink-Luft-Batterien kommt die Energie aus der kontrollierten Reaktion von Zink, das in Pulverform in der Batterie enthalten ist, mit Wasser und dem Sauerstoff der Luft. Die Luft gelangt durch kleine Öffnungen ins Innere der Batterie. Diese Öffnungen sind ab Werk mit einer Kunststofffolie versiegelt. Das Abziehen der Folie aktiviert also die Batterie. Da damit auch die Entladung einsetzt, sollten Sie das Plastiksiegel nicht vor dem Einsetzen der Knopfzelle in Ihr Hörgerät entfernen. Mit intakter Schutzfolie lassen sich Hörgerätebatterien problemlos längere Zeit lagern. Pro Jahr verlieren sie nur etwa 3 Prozent ihrer Energie.

Die richtige Grösse für Ihr Hörgerät

Hörgerätebatterien gibt es in unterschiedlichen Grössen mit Durchmessern zwischen 11,56 und 5,8 Millimetern und Höhen von 5,33 bis 2,16 Millimetern.

Damit Sie die richtige Batterie für Ihre Hörhilfe ohne Schwierigkeiten finden, haben die verschiedenen Typen nicht nur Nummern, sondern sind ergänzend auch mit Farben gekennzeichnet. An die einheitliche Nummerierung halten sich die Hersteller nicht durchweg, der Farbcode ist aber für alle Hörgerätebatterien europäischer Hersteller einheitlich. Die entsprechende Farbe findet sich auf der Schutzfolie jeder individuellen Batterie sowie auf der Verpackung.

Folgende Typen von Hörgerätebatterien sind im Handel erhältlich:

  • Type 675, Farbe Blau, 11,56 mm × 5,33 mm
  • Type 13, Farbe Orange, 7,80 mm × 5,35 mm
  • Type 312, Farbe Braun, 7,80 mm × 3,45 mm
  • Type 10, Farbe Gelb, 5,80 mm × 3,55 mm
  • Type 5, Farbe Rot, 5,80 mm × 2,16 mm

Auch HdO-Hörgeräte werden kleiner und benötigen daher kleinere Batterien. Entsprechend sind die momentan gängigsten Batterie-Typen die Nummern 10 (gelb), 13 (orange) und 312 (braun). Die grossen Batterien vom Typ 675 (blau) werden speziell für Hochleistungs-HdO-Hörgeräte und Cochleaimplantate benötigt. Einsatzgebiet der winzigen roten Batterien vom Typ 5 sind die besonders kleinen IdO- und CIC-Hörgeräte, die im Gehörgang sitzen beziehungsweise komplett darin verschwinden.

Die Batterien liefern – unabhängig von ihrer Grösse – eine Spannung von circa 1,4 Volt. Sie unterscheiden sich in ihrer Kapazität, also in der gespeicherten Energiemenge. Bei gleicher Beanspruchung sind kleinere Hörgerätebatterien schneller leer als grössere.
Hoergeraete Batterie

Wie lange hält meine Hörgerätebatterie?

Je grösser die Hörgerätebatterie, desto ergiebiger ist sie (allerdings gibt es auch kleinere herstellerbedingte Unterschiede in der Kapazität). Die Zeit bis zum nächsten Batteriewechsel hängt weiterhin vom Stromverbrauch Ihres Hörgeräts ab und natürlich davon, wie lange und wie stark Sie es täglich beanspruchen.

Als grobe Richtwerte bei circa achtstündiger Tragedauer pro Tag können etwa die folgenden Zeiten gelten:

  • Type 675 (blau): 25 Tage
  • Type 13 (orange): 20 Tage
  • Type 312 (braun): 12 Tage
  • Type 10 (gelb): 8 Tage
  • Type 5 (rot): 4 Tage

Wie lange die Batterie in Ihrem Hörgerät tatsächlich hält, wird auch davon beeinflusst, wie viele Funktionen Ihrer Hörhilfe Sie nutzen: Zusätzliche Rechenleistungen des Prozessors, etwa zum Ausblenden von Nebengeräuschen, oder der Tinnitus-Noiser kosten mehr Strom. Am besten ist es, immer eine Ersatzbatterie dabeizuhaben. So sind Sie vor ärgerlichen Überraschungen sicher.

Gibt es auch Akkus für Hörgeräte?

Heute haben Sie auch die Möglichkeit, Hörgeräte mit wieder aufladbaren Batterien zu betreiben. Die Nickel-Metallhybrid-Akkumulatoren (NiMH-Akkus) erhalten Sie in den farbcodierten Varianten Blau, Orange, Braun und Gelb. Zum Aufladen benötigen Sie ein geeignetes Ladegerät.

Die Kapazität der momentan gehandelten wieder aufladbaren Batterien ist allerdings deutlich geringer als die von Wegwerf-Batterien: Rechnen Sie damit, dass Sie den Akku täglich (über Nacht) neu aufladen müssen.

Der Batteriewechsel

In der Regel macht Sie Ihr Hörgerät durch typische Pieptöne darauf aufmerksam, dass sich die Lebensdauer der Batterie dem Ende zuneigt. Um die Batterie zu wechseln, klappen Sie das Batteriefach Ihres Hörgeräts mit dem Fingernagel heraus (bitte achten Sie dabei auf Sauberkeit).

Dann wird die alte Batterie entnommen und die neue mit der Schutzfolie nach oben eingelegt. Meist hat die Schutzfolie die Form einer Lasche, die Ihnen gleichzeitig das Einsetzen der Batterie erleichtert. Nun können Sie die Folie abziehen und das Batteriefach wieder zurück ins Gerät klappen. Mit neuer Hörgerätebatterie ist Ihre Hörhilfe nun wieder einsatzbereit. Bei Amplifon beraten wir Sie nicht nur bei der Wahl der richtigen Batterie, Sie erhalten bei uns auch den Batterie-Treuepass, mit dem Sie beim Kauf sparen können.

Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.

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