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Hörverlust: Wie Sie richtig reagieren

Ein plötzlicher Hörverlust kann jeden treffen, denn die Ursachen sind mannigfaltig. In einigen Fällen ist nur ein Ohr betroffen, manchmal auch beide Organe. Entweder handelt es sich um eine vorübergehende Störung oder um ein chronisches Leiden. Wir informieren Sie, welche Massnahmen im Falle einer Schwerhörigkeit zu treffen sind und wie Sie dem Hörverlust effektiv vorbeugen.

Was ist Hörverlust?

Bei einem Hörverlust ist die Funktion von einem Ohr oder beiden Ohren mehr oder weniger stark eingeschränkt. Die betroffene Person leidet daher unter einem verminderten Hörvermögen. In der Schweiz sind schätzungsweise über 750.000 Menschen betroffen. Es gibt vier Arten der Schwerhörigkeit:

  • sensorineuraler Hörverlust
  • Schallleitungsschwerhörigkeit oder konduktiver Hörverlust
  • kombinierter Hörverlust
  • auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

Sensorineuraler Hörverlust

Bei dieser Art von Hörverlust sind die Nerven sowie das Hörorgan mit den schallumwandelnden Haarzellen in ihrer Funktion eingeschränkt. Infolgedessen werden bestimmte Frequenzen nicht mehr korrekt an das Gehirn weitergeleitet. Dadurch verzerrt sich die akustische Wahrnehmung vor allem bei hohen Frequenzen oder fällt im Extremfall ganz aus. Während sich die Lautstärke kaum ändert, ergeben sich Verschiebungen im Klangbild.

Schallleitungsschwerhörigkeit

Bei dieser Art von Hörverlust liegt eine Störung im Mittel- oder Aussenohr vor. Die Schallschwingungen gelangen nicht auf normalem Weg in das Innenohr. In der Regel wird dies durch einen Fremdkörper wie einen Pfropfen aus Ohrenschmalz ausgelöst. Betroffene Personen nehmen Gesprochenes nicht mehr ausreichend wahr. Das betrifft sämtliche Frequenzen.

Kombinierter Hörverlust

Bei einem kombinierten Hörverlust sind sowohl die Schallleitung als auch die Schallempfindung eingeschränkt. Die Symptome richten sich danach, welches Leiden überwiegt.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

Bei dieser Art von Schwerhörigkeit ist die auditive Wahrnehmung, also die Wahrnehmung von Schall durch die Sinne, eingeschränkt. Manchmal betrifft das Leiden das zentrale Nervensystem.
 
Hoerkurve bei hoerverlust
 

Was sind die Ursachen für Hörverlust?

Für einen kombinierten Hörverlust ist häufig eine Otosklerose oder eine chronische Mittelohrentzündung verantwortlich. Des Weiteren spielen oft Ursachen der Schallempfindlichkeits- und Schallleitungsschwerhörigkeit eine Rolle.

Ein sensorineuraler Hörverlust tritt häufig durch eine Lärmschädigung auf, zum Beispiel nach einem lauten Konzert. Weitere mögliche Hörverlust-Ursachen sind Virusinfektionen wie Röteln, Masern und Mumps sowie eine genetische Veranlagung, ein Hörsturz, ein Schädeltrauma oder ein Tumor. Typisch ist der sensorineurale Hörverlust im Alter.

Eine vorübergehende Schallleitungsschwerhörigkeit ist oft die Folge einer Mittelohrentzündung, wobei die Gehörknöchelchen blockiert sind. Der Hörverlust nach einer Mittelohrentzündung lässt sich operativ oder medikamentös beheben. Bei einer Mittelohrentzündung ist der Hörverlust deshalb zumeist nicht von langer Dauer. Fremdkörper in den Gehörgängen oder ein Cerumen obturans, ein sogenannter Ohrenschmalzpfropf, verursachen oft nur einen Hörverlust auf einem Ohr.

Eine weitere mögliche Ursache ist eine Otitis externa, eine Gehörgangsentzündung. Bei einer permanenten Schallleitungsschwerhörigkeit ist ein chronisches Leiden die Ursache, beispielsweise eine Fehlbildung des Gehörgangs oder der Ohrmuschel, ein Trommelfell mit Loch oder eine chronische Mittelohrentzündung mit Hörverlust. Ist der das Innenohr umgebende Knochen geschädigt und infolgedessen die Steigbügelplatte versteift, dann spricht man von einer Otosklerose.

Eine auditive Schallwahrnehmungsschwerhörigkeit ist häufig die Folge von Hirnblutungen, Fehlbildungen, einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Gehirnentzündung oder eines Schlaganfalls. Oft manifestiert sich die Erkrankung als einseitiger Hörverlust. Tritt ein plötzlicher Hörverlust auf einem Ohr auf, dann ist nicht selten ein Hörsturz in Kombination mit Tinnitus die Ursache, das heisst, die betroffene Person hört auf dem betroffenen Ohr ein Geräusch, ohne dass hierfür äussere akustische Einwirkungen erkennbar sind. Die volkstümliche Bezeichnung für Tinnitus aurium ist das Ohrenklingeln.

Beim ototoxischen Hörverlust schädigen chemische Substanzen und Arzneimittel das Ohr beziehungsweise den Hörnerv. Die Folgen sind vorübergehender Natur oder irreparabel. Im Umgang mit einigen Medikamenten ist deshalb Vorsicht geboten.

Wie beuge ich Hörverlust vor?

Die Prophylaxe beginnt bereits bei der täglichen Pflege. Ein Ohrpfropf lässt sich durch ein bedachtes Reinigen der Ohren vermeiden. Bei Verunreinigungen und einer Hörverminderung spült der HNO-Arzt die Ohren professionell und schonend aus.

Schwimmer, die sich regelmässig mehrmals in der Woche im kalten Wasser aufhalten, riskieren eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Ein spezieller Gehörschutz ist deshalb sinnvoll. Das Gleiche gilt für Personen, die intensivem Lärm ausgesetzt sind. Luftdruckveränderungen beim Fliegen und Seilbahnfahren schädigen das Ohr ebenfalls.

Hörprobleme gleich nach dem Auftreten zu behandeln, bringt Vorteile. Hierzu sollten Sie einen Spezialisten aufsuchen, sollten Sie feststellen, dass Ihr Hörvermögen nachlässt. Da ein Hörverlust nicht selten längere Zeit unerkannt bleibt, sind regelmässige Hörtests eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung.

Was kann ich gegen Hörverlust tun?

Um den Hörverlust auszugleichen, gibt es je nach Art und Schweregrad verschiedene Methoden. Bei einem leichten kombinierten Hörverlust oder bei einem Hörverlust infolge einer Mittelohrentzündung sind zum Beispiel Medikamente ausreichend. Mittelschwere Leiden lassen sich mit einem Hörgerät gut kompensieren. So erhöht das Gerät beispielsweise bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit den Schalldruck. Sehr schwere Fälle sind in manchen Fällen operabel, zum Beispiel durch das Einsetzen eines Cochlearimplantats.

Mehr Lebensfreude durch gesundes Hören

Der Hörakustiker hilft Ihnen dabei, wieder mit Freude und Erfolg am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der Hörverlust ist kein alternativloser Zustand, sondern oft mit einfachen Mitteln zu beheben.

Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.

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