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Hörverlust – auch für Angehörige ein schwieriges Thema

Schwerhörigkeit ist für Betroffene ein schwieriges Thema. Aber auch Angehörige können sehr darunter leiden, vor allem wenn Schwerhörige selbst ihren Hörverlust gar nicht wahrzunehmen scheinen.

Was ist Hörverlust?

Schwerhörigkeit kommt in unterschiedlichen Abstufungen vor. Bei einem Hörverlust von bis zu 40% wird dabei noch von einer geringgradigen Schwerhörigkeit gesprochen. Eine mittelgradige Schwerhörigkeit liegt bei 40-60 % Hörverlust vor, eine hochgradige bei 60-80%. Erst bei einem Hörverlust von 100% wird von Taubheit gesprochen, Betroffene hören keinen Ton mehr.

Zudem gibt es unterschiedliche Hörverlust-Arten. Im Groben unterscheidet man zwei Formen: Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit hört der Betroffene noch alle Tonfrequenzen in der gewohnten Klangqualität, allerdings ist die Lautstärke abgeschwächt. Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit gehen die verschiedenen Tonfrequenzen in unterschiedlicher Stärke verloren. Zunächst hört der Betroffene hohe Töne nicht mehr, während tiefere noch erhalten bleiben. Manche Patienten haben auch eine Kombination aus beiden Formen der Schwerhörigkeit. Welche Symptome wie stark ausgeprägt sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Oft bemerken Angehörige eine Schwerhörigkeit vor dem Betroffenen selbst. Dieser merkt vielleicht gar nicht, dass der Fernseher sehr laut gedreht ist oder dass Gesprächspartner sich oft wiederholen müssen. Vor allem nahe Verwandte und gute Freunde des Betroffenen sollten in solchen Fällen versuchen, ihn darauf aufmerksam zu machen. In anderen Fällen bemerken Schwerhörige ihr Problem zwar, wollen aber aus Scham oder falschen Vorstellungen über die Lösungsmöglichkeiten nichts dagegen unternehmen. Hierbei kann das Aufzeigen von Fakten zum Thema Hörverlust helfen, Schwerhörige davon zu überzeugen, dass ihre Hörschwäche nichts Ungewöhnliches ist und sie mit einem Hörgerät behandelt werden kann. Kinder wiederum bemerken ihren Hörverlust meist gar nicht, schliesslich kennen sie das Hören kaum anders. Bemerken Eltern, dass ihr Kind Probleme mit dem Hören zu haben scheint, sollten sie möglichst bald einen Spezialisten aufsuchen, um die Ursache abzuklären.

Was sind die Ursachen von Hörverlust?

Die Ursachen von Schwerhörigkeit sind sehr vielfältig. Manchmal hat sich lediglich Wasser im Ohr festgesetzt oder ein Ohrenschmalzpfropf gebildet. Manchmal ist, zum Beispiel durch starken Schnupfen, die Belüftung des Ohrs gestört, sodass der nötige Druckausgleich nicht mehr erfolgen kann. Bei Kleinkindern ist dies die häufigste Ursache für schlechtes Hören. Auch vergrösserte Rachenmandeln, die ebenfalls das Gehör beeinträchtigen können, kommen bei kleinen Kindern häufig vor. Entzündungen im Mittelohr oder im Gehörgang können ebenfalls zu Schwerhörigkeit führen. Verletzungen, bei denen das Trommelfell, das Innenohr oder andere für das Hören notwendige Körperteile beschädigt wurden, beeinträchtigen ebenfalls das Gehör. Aber auch Infektionskrankheiten wie Masern, Röteln, Mumps oder Borreliose können zu Schwerhörigkeit führen, genau wie verschiedene Stoffwechsel-, Leber- oder Nierenerkrankungen. Sogar Medikamente können Hörverluste als Nebenwirkung haben. Manchmal gehen die Beschwerden auch von der Halswirbelsäule aus. Übermässiger Lärm, dem die Ohren ausgesetzt sind, kann die empfindlichen Hörhärchen dauerhaft beschädigen. Schwerhörigkeit ist aber auch eine sehr häufige Alterserscheinung.

Was kann man tun wenn jemand im Umfeld Hörverlust hat?

Da Betroffene ihre Schwerhörigkeit oft nicht selbst bemerken, sollten Sie, wenn Sie einen Verdacht haben, das Gespräch mit der betreffenden Person suchen und ihr den Besuch eines Spezialisten nahelegen. Wenn es sich bei dem Betroffenen um einen Erwachsenen handelt, kann natürlich nur er oder sie selbst die Entscheidung treffen, etwas gegen den Hörverlust zu unternehmen. Durch Zuwendung und Verständnis können Sie betroffenen Personen aber klarmachen, dass Schwerhörigkeit keine Schande ist und die Behandlungsmöglichkeiten vielseitig sind. In einigen Fällen lassen sich die Probleme schon durch eine Ohrspülung oder die Gabe bestimmter Medikamente beheben. Kann die Ursache des Hörverlustes nicht so einfach ausgeschaltet werden, kommen Hörsysteme zum Einsatz, die nahezu jeden Hörverlust ausgleichen und die Lebensqualität des Betroffenen deutlich verbessern können. Viele Hörgeräte sind dabei fast unsichtbar und bieten einen hohen Tragekomfort. Scheuen Sie sich also nicht, das Gespräch zu Angehörigen zu suchen, wenn Sie befürchten, diese könnten unter einem Hörverlust leiden, sondern helfen Sie ihnen.

Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.

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