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Hörgeräteakustiker – Hörprobleme aktiv bekämpfen

Ob Geräuschbelastung durch den Beruf, Altersschwerhörigkeit oder Hörminderung infolge einer Erkrankung, Hörprobleme und Schwerhörigkeit sind weit verbreitet. Ein Hörgeräteakustiker wird von Menschen mit Hörproblemen aufgesucht und übernimmt beratende Aufgaben bezüglich geeigneter Hörsysteme oder Gehörschutz.

Die Aufgaben eines Hörgeräteakustikers

Der Beruf des Hörgeräteakustikers umfasst zahlreiche Kompetenzen und Tätigkeitsfelder und ist dadurch sehr vielseitig und abwechslungsreich. Durch ihre Arbeit können Hörgeräteakustiker die Lebensqualität von Hörgeschädigten erheblich steigern. Zu Ihren Kernkompetenzen gehören dabei das Durchführen von Hörmessungen, das Identifizieren und Klassifizieren von Hörleiden, sowie die Beratung für geeignete Massnahmen zur Steigerung der Hörfähigkeit, inklusive der Empfehlung von passenden Hörgeräten und deren Anpassung an den Träger.

Bei der Suche nach der vorliegenden Art der Beeinträchtigung stützen sich Hörgeräteakustiker in der Regel zunächst auf das Untersuchungsergebnis des behandelnden HNO-Arztes. Sie identifizieren dann den Schweregrad des Hörleidens und nehmen Abformungen des Gehörgangs und Aussenohres vor, damit das zukünftige Hörgerät optimal auf den Träger abgestimmt ist. Nebst Hörgeräten fertigen Hörgeräteakustiker auch Otoplastiken (Ohrpassstücke) an und erledigen zahlreiche kaufmännische Aufgaben. Der Beruf umfasst nicht nur ein fundiertes handwerkliches Können und technisches Know-How, sondern setzt durch seine beratende Funktion auch medizinisches Fachwissen und eine hohe Sozialkompetenz voraus.

Hörverstärker

Fähigkeiten, die ein Hörgeräteakustiker mitbringen sollte, gehen entsprechend deutlich über anatomische, akustische und physikalische Grundkenntnisse hinaus. Da er im Berufsleben täglich mit Menschen zu tun hat, die unter einer Hörminderung leiden, braucht er Einfühlungsvermögen und ein freundliches, zuvorkommendes Wesen.
Im direkten Kontakt versucht ein Hörgeräteakustiker, sowohl die Probleme als auch die Wünsche des Kunden bei Wahl und Anpassung des Hörgeräts bestmöglich zu berücksichtigen. Dafür ist mehr als technisches Verständnis nötig.

Hörgeräteakustiker-Ausbildung in der Schweiz

Bis vor Kurzem war die Hörgeräteakustik nur als zweistufige, praxisorientierte Zweitausbildung absolvierbar. Seit 2016 besteht jedoch die Möglichkeit, in ausgewählten Betrieben eine Lehrstelle als Hörsystemakustiker/in EFZ anzutreten.

Die Lehre als Hörsystemakustiker/in EFZ

Der neu etablierte Lehrgang zum/zur Hörsystemakustiker/in bietet sich für frische Schulabgänger an, welche Lust auf eine vielfältige und anspruchsvolle Tätigkeit in einem krisensicheren und zukunftsträchtigen Berufsfeld haben. Anders als bei der bisher angebotenen Zweitausbildung benötigen Sie vor dem Antritt der Lehre als Hörsystemakustiker keine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine Mindestanzahl Jahre Berufserfahrung. Zu den Voraussetzungen für die Ausbildung gehören ein Abschluss der Sekundarstufe, handwerkliches und technisches Geschick, sowie Freude am Umgang mit Menschen und ein Flair für Hightech-Produkte.
Dieser neue Lehrgang ermöglicht es gerade jungen Interessenten eine ausgezeichnete Erstausbildung mit glänzenden Zukunftsaussichten zu absolvieren und ihr Fachwissen im Bereich der Hörakustik bereits von jungen Jahren an zu fundieren. In der dreijährigen Ausbildung werden die Kompetenzen der Lehrlinge sukzessive gesteigert und mit der wachsenden Eigenverantwortung steigt auch der Lehrlingslohn. Mehr Infos und offene Stellen unter: careers.amplifon.com/lehre-horsystemakustikerin

Schwerpunkte der Ausbildung

In der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker werden Lernende mit der Anatomie des Ohres vertraut gemacht. Sie lernen, wie die einzelnen Bereiche des Ohres aufgebaut sind und wie man akustische Messdaten zum Hörvermögen ermittelt. Zur Ausbildung gehört neben der physikalischen Erfassung von Frequenzen auch die Erstellung von Ohrabdrücken, die für die Erstellung von Otoplastiken benötigt werden. Als Hörgeräteakustiker in der Ausbildung nehmen Sie audiometrische Messungen vor und müssen wissen, wie sich eine Hörminderung auf die Sprachentwicklung Betroffener auswirkt. Daneben stehen auch kaufmännische Fächer auf dem Lehrplan. Die Hörgeräteakustiker-Ausbildung vermittelt sowohl Kenntnisse in berufsspezifischen Gebieten als auch in den allgemeinbildenden Fächern Sozialkunde, Wirtschaftskunde, Deutsch und Englisch. Das breite Spektrum bildet ein gesundes Fundament für einen vielseitigen, aber auch anspruchsvollen Beruf.

Akademische Zweitausbildung zum Hörgeräteakustiker mit eidg. FA

Die akademische Zweitausbildung zum Hörgeräteakustiker deckt sich inhaltlich weitestgehend mit dem Lehrstoff aus dem Lehrgang zum Hörsystemakustiker EFZ ab. Allerdings war die Ausbildung bei diesem Weg bis anhin in zwei Phasen unterteilt, welche es separat zu absolvieren und auch zu finanzieren galt. In der 18 Monate dauernden Ausbildungsstufe 1 erwarben sie jeweils das Hörgeräteakustiker-Diplom, das sie zum selbstständigen Anpassen von Hörgeräten befähigt. Dieser Ausbildungsgrad ist mit der Gesellenprüfung in Deutschland und Österreich vergleichbar. Danach erfolgte eine 18-monatige Ausbildung (Ausbildungsstufe 2), mit deren erfolgreichem Abschluss Sie den Titel „Hörgeräteakustiker mit eidgenössischem Fachausweis“ Ihr Eigen nennen können. Dieser Abschluss berechtigt sie dazu, in der Schweiz einen eigenen Hörgeräteakustikbetrieb führen zu dürfen. Damit besitzen sie umfangreiches Fachwissen und auch am Arbeitsmarkt des benachbarten Auslands sehr gute Berufschancen.
Neu verzichtet die ahs (Akademie Hörenschweiz) – die einzige Schule der Schweiz, welche die gesamte Zweitausbildung zum Hörgeräteakustiker anbietet – jedoch auf die zweistufige Ausbildung. Auszubildende werden zukünftig in drei Jahren direkt auf die eidgenössische Berufsprüfung vobereitet, ohne dabei nach 1.5 Jahren ein ahs-Dimplom zu erwerben.

Ausbildungskosten & Voraussetzungen

Alleiniger Träger der Akademie Hörschweiz ist der Verband Hörakustik Schweiz VHS. Trotzdem sind die Ausbildungskosten für alle Auszubildenden gleich hoch. Für den ersten Ausbildungsabschnitt beträgt die Unterrichtsgebühr 6‘300 CHF pro Jahr, die zweite Stufe kostet Auszubildende 6‘500 CHF. Diese Kosten werden in der Regel vom Ausbildungsbetrieb übernommen.
Um zur Prüfung der Ausbildung zum Hörgeräteakustiker mit eidg. Fachausweis zugelassen zu werden, werden der Abschluss einer mind. 3-jährigen, beruflichen Grundbildung oder Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität, sowie 3 Jahre Berufspraxis (100%) als Hörgeräte-Akustiker in einem Fachbetrieb vorausgesetzt.

Weiterbildung für Hörgeräteakustiker

Um zur Ausbildung zugelassen zu werden, wird ein Volksschulabschluss der Sekundarstufe oder ein gleichwertiger Schulabschluss benötigt. Der Bau eines Hörgerätes setzt des Weiteren Fingerspitzengefühl voraus. Daher sollten Auszubildende Interesse an Anatomie und Freude an detailreicher Arbeit mitbringen. Wer den Kundenkontakt scheut, ist in diesem Beruf nicht gut aufgehoben. Sensibilität im menschlichen Umgang ist ebenso wichtig wie das Verständnis für Naturwissenschaften, denn es müssen physikalische Messungen durchgeführt und Ergebnisse verglichen werden. Ein Hörgeräteakustiker muss auch Schaltbilder anfertigen und lesen können. Neben der Durchführung von Hörtests ist der Einbau von Hörhilfen in eine Otoplastik eine der Hauptaufgaben, die es als Hörgeräteakustiker zu erfüllen gilt.

Weiterbildung für Hörgeräteakustiker

Alle Weiterbildungsangebote des Verbandes Hörakustik Schweiz VHS mit Sitz in Bern werden von der Akademie Hörenschweiz ahs durchgeführt. Diese bietet beispielswese Seminare im Bereich Kundenberatung oder Workshops in der Unterweisung Auszubildender an. Um eine Weiterbildung über die SUVA abrechnen zu können, müssen Hörgeräteakustiker und Hörgeräteakustikerinnen jährlich vier Weiterbildungstage absolvieren. Zu diesem Zweck bietet die Akademie jährlich speziell auf den Berufszweig zugeschnittene Tagungen an, die als Weiterbildung abgerechnet werden können. Nach Abschluss der Ausbildung ist es ebenfalls möglich, an der Akademie für Hörgeräte-Akustik in Lübeck an der Meistervorbereitung teilzunehmen.

Ein Beruf mit Zukunft

Mit einer qualifizierten Ausbildung zum Hörgeräteakustiker – sei es in Form einer Lehre als Hörsystemakustiker/in mit EFZ oder über die akademische Zweitausbildung mit eidg. FA – haben Absolventen in der Schweiz, Deutschland und Österreich ausgezeichnete Berufschancen, denn Fachleute auf diesem Gebiet sind stets gefragt. Die Ausbildung kombiniert Theorie, Praxis sowie Kundenkontakt und bereitet auf ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsgebiet vor.

Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.

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