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Häufig gestellte Fragen zu Hörsturz

Was ist ein Hörsturz?

Ein Hörsturz ist ein plötzlich auftretender, einseitiger Hörverlust. In der Regel entwickelt sich dieser bei einem Hörsturz innerhalb von 24 Stunden. Zu dem Hörverlust kommt es dadurch, dass die Signale aus dem Innenohr nicht verarbeitet und an das Gehirn weitergeleitet werden können (Schallempfindungsschwerhörigkeit). Betroffene hören dadurch auf dem Ohr leiser und nicht mehr die Töne aller Frequenzen – in einigen Fällen liegt sogar eine vollständige Schwerhörigkeit vor, mit dem betroffenen Ohr können keine Geräusche mehr wahrgenommen werden. Allerdings ist eine Schallempfindungsschwerhörigkeit nicht automatisch ein Hörsturz. Sie kann auch durch andere Faktoren auftreten, beispielsweise starken Lärm oder eine Virusinfektion. Um einen Hörsturz von einer anderweitigen Schallempfindungsschwerhörigkeit abzugrenzen, müssen noch weitere Faktoren betrachtet werden.

Mann mit Hörsturz auf Sofa

Häufig treten vor einem Hörsturz ein Tinnitus oder ein Druckgefühl im Ohr auf, die auch noch anhalten, wenn der Hörverlust eingetreten ist. In einigen Fällen bleibt ein Tinnitus bestehen, wenn der Hörsturz bereits abgeklungen ist. Des Weiteren werden oft andere Symptome beschrieben, jedoch treten diese nicht bei allen Patienten auf. In seltenen Fällen ist ein Hörsturz beispielsweise mit Schwindelgefühlen verbunden. Häufiger beschreiben Patienten auch eine Verminderung der Drucksensibilität (Hypästhesie) der Ohrmuschel. Die Ursachen für einen Hörsturz sind letztlich nicht aufzuzeigen, weshalb er über eine Ausschlussdiagnose festgestellt werden muss. Die nicht erkennbare Ursache gilt dabei als eines der wichtigsten Erkennungskriterien eines Hörsturzes.

Zudem tritt er nie in Verbindung mit Ohrenschmerzen auf.

Wie erkennt man einen Hörsturz?

Einen Hörsturz erkennt man an einer in der Regel plötzlichen, einseitig auftretenden Schwerhörigkeit. Geräusche und Stimmen klingen merklich leiser und werden häufig auch nicht mehr eindeutig erkannt. Betroffene fühlen sich, als hätten sie ein Stück Watte oder einen Ohrstöpsel im Ohr. In einigen Fällen kündigt sich ein Hörsturz durch vorheriges Auftreten von Tinnitus oder Ohrendruck an. Manchmal treten sie auch gleichzeitig auf. Ein Hörsturz wird nicht selten auch mit Schwindelgefühlen in Verbindung gebracht.

Zur endgültigen Abklärung einer aufgetretenen Schwerhörigkeit sollte jedoch stets ein Arzt aufgesucht werden. Mit unterschiedlichen Tests kann dieser feststellen, ob dieser ein Hörsturz zugrunde liegt. Bei einer Ohrspiegelung werden zunächst Verstopfungen des Gehörgangs abgeklärt. Mithilfe verschiedener Hörtests wird anschliessend der Grad der Schwerhörigkeit ermittelt. Zudem wird dadurch festgestellt, ob es sich um Hörprobleme im Mittel- oder im Innenohr handelt. Ein Tonschwellenaudiogramm zeigt letztlich, in welchen Frequenzbereichen die Schwerhörigkeit vorliegt. Weitere Tests können den Arzt unter Umständen ebenfalls bei der Abklärung unterstützen, beispielsweise:

  • Ohrmikroskopie
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bluttests
  • Blutdruckmessung

Zudem hilft dem Arzt Ihre bisherige Krankengeschichte (Anamnese) weiter. In dieser kann er auf weitere Hinweise stossen, die für den Hörverlust eine andere Ursache als einen Hörsturz nahelegen.

Warum bekommt man einen Hörsturz?

Wodurch ein Hörsturz genau entsteht, ist bisher nicht bekannt. Häufig werden Durchblutungsstörungen, Infektionen und Stress als mögliche Ursachen angesehen. Obwohl die genaue Ursache der plötzlich auftretenden Schwerhörigkeit nicht geklärt ist, sind jedoch einige begünstigende Faktoren bekannt.

Da vor allem Änderungen der Durchblutungsverhältnisse als Risiko für einen Hörsturz angesehen werden, sind besonders Menschen mit folgenden Eigenschaften gefährdet, einen Hörsturz zu erleiden:

  • Raucher
  • Personen mit Übergewicht
  • Diabetiker
  • Personen mit Bluthochdruck
  • Personen mit hohen Cholesterinwerten

Auch Virusinfektionen oder -reaktivierungen im Hörorgan – beispielsweise eine Mittelohrentzündung – werden häufig als Verursacher in Betracht gezogen. Die in Verbindung mit einer Infektion häufig auftretenden Schwellungen stehen zudem in Verdacht, das Hörvermögen negativ zu beeinflussen. Ausserdem können Viren auch den Hörnerv befallen und dadurch das Hörvermögen des Betroffenen beeinträchtigen.

In Verbindung mit einer Infektion kommt es des Öfteren auch zu einer Überproduktion von Ohrenschmalz. Kann dieses jedoch nicht abfliessen, beispielsweise weil es verdickt ist, lagert es sich nach und nach im Gehörgang ab und verstopft diesen. Dadurch gelangen akustische Signale von aussen nur noch gedämpft in das Ohr, Betroffene hören schlechter. Ein Ohrenschmalzpfropf kann von einem Arzt jedoch schnell als Ursache identifiziert werden. Der Pfropf wird aus dem Ohr des Patienten entfernt, wodurch das Hörvermögen in der Regel wiederhergestellt wird.

Stress galt lange Zeit als Hauptfaktor für einen Hörsturz, bis heute konnte diese Behauptung jedoch nicht bewiesen werden. Stress kann zwar Erkrankungen des Ohrs oder Probleme bei der Durchblutung begünstigen und ist auf Dauer nicht gesundheitsfördernd – als klare Ursache für einen Hörsturz gilt er jedoch nicht mehr.

Wie behandelt man einen Hörsturz?

Häufig lässt ein Hörsturz innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten wieder nach und verschwindet letztlich von selbst. Ist die Schwerhörigkeit jedoch besonders stark und wird sie von anderen Symptomen – zum Beispiel Schwindel – begleitet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ebenso verhält es sich, wenn ein Hörsturz länger anhält.

Ein Kornfeld im Wind

Behandlung eines akuten Hörsturzes

Die konkrete Ursache für Hörstürze ist jedoch nicht bekannt, wodurch es keine stets zur Anwendung kommende Heilmethode gibt. Kurz nach einem Hörsturz wird zunächst versucht, die Risikofaktoren zu reduzieren, also vor allem eine bessere Durchblutung des Ohres sicherzustellen. Am verbreitetsten und bewährtesten ist hierbei die Behandlung mit durchblutungsfördernden (rheologischen) Mitteln. Diese sorgen für eine bessere Zirkulation des Blutes, welches unter anderem für den Nährstofftransport in und aus dem Innenohr verantwortlich ist. Durch die rheologischen Infusionen sollen die Sinneshärchen im Innenohr wieder besser versorgt werden. In Kombination damit wird häufig auch entzündungshemmende Mittel eingesetzt. Hierdurch sollen eventuelle Schwellungen im Ohr abklingen, die das Gehör negativ beeinflussen. Dabei kommen in der Regel Kortisonspräparate zum Einsatz, die entweder per Infusion oder in Tablettenform verabreicht werden. Nicht unüblich ist auch das Spritzen eines solchen Präparats direkt in das Mittelohr. Hierzu durchsticht der Arzt mit einer Spritze das Trommelfell und gibt das Kortison direkt ins Mittelohr, von wo aus es auch in das Innenohr gelangt.

In besonders schwerwiegenden Fällen kommt eine sogenannte Blutwäsche (Apherese) zum Einsatz. Hierbei wird das Blut des Patienten aus seinem Körper geleitet und dort maschinell von Gerinnungsstoffen und Fetten befreit, um seine Fliessfähigkeit zu verbessern. Anschliessend wird das Blut in den Körper des Patienten zurückgeleitet. Durch die Behandlung des Blutes wird eine bessere Durchblutung des Ohres erreicht.

Um ein weiteres Auftreten eines Hörsturzes zu vermeiden, sollten vor allem Patienten mit Übergewicht, hohem Blutdruck, Diabetes und hohen Cholesterinwerten versuchen, ihr Leben stressfreier zu gestalten. Zudem sollten Sie eine durch eine ausgewogene Ernährung und sportliche Betätigung versuchen, eine weitere Unterversorgung mit Blut zu vermeiden.

Behandlung bei lang anhaltendem Hörsturz

Hält ein Hörsturz längere Zeit an, kommt es zu einer Schädigung der Sinneshaarzellen im Innenohr, die vom Körper aus eigener Kraft nicht mehr repariert werden kann. Die aufgetretene Schwerhörigkeit ist dann dauerhaft und kann auch von Menschen nicht geheilt werden. Eine solche Schallempfindungsschwerhörigkeit gleichen Sie mit einem Hörgerät jedoch zumindest teilweise aus. Ein modernes Hörgerät ist dazu in der Lage, für das Ohr verlorene Frequenzen für den Betroffenen wieder hörbar zu machen. Dabei verstärkt es Signale nicht nur, sondern sorgt auch dafür, dass Störgeräusche ausgeblendet werden. Somit können die Hörgeräte auch dabei behilflich sein, wenn ein Hörsturz in Verbindung mit einem Tinnitus auftritt. Dadurch werden ein Teil des verlorengegangenen Hörvermögens wiederhergestellt und die Lebensqualität betroffener Patienten deutlich erhöht.

Was passiert bei einem Hörsturz im Ohr?

Die genaue Ursache eines Hörsturzes konnte bislang nicht geklärt werden. In der Forschung geht man unter anderem davon aus, dass verschiedene Faktoren zu einer Durchblutungsstörung in den kleinsten Blutgefässen des Innenohrs führen – beispielsweise weil die Blutplättchen dort verklumpen. Das Innenohr besteht aus der Hörschnecke (Cochlea) und dem Gleichgewichtsorgan. Akustische Signale werden in der Cochlea von den Sinneszellen des Corti-Organs registriert und in Nervensignale umgewandelt. Bei einer Durchblutungsstörung des Innenohrs kommt es allerdings zu einer Unterversorgung der Sinneshärchen von Nährstoffen und Sauerstoff, die diese durch das Blut erhalten. Dadurch können die Sinneszellen ihre Aufgabe nicht mehr verrichten, werden mitunter geschädigt und sterben bei lang anhaltender Unterversorgung schliesslich sogar ab. Können die Sinneshaare nun keine Informationen mehr aufnehmen und weiterleiten, hören Betroffene in den Frequenzbereichen der geschädigten Härchen schlechter oder gar nicht mehr.

Wenn Sie manchmal Mühe haben Ihr Gegenüber zu verstehen oder die Vögel nicht mehr zwitschern und die Grillen nicht mehr zirpen hören, dann sollten Sie das ernst nehmen. Ein professioneller Hörtest genügt bereits um zu klären, ob mit Ihrem Gehör noch alles in Ordnung ist.

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